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Ein Brief von Bettina, an ihren Sohn 4-5 Wochen vor der Geburt

Mein lieber Sohn,

noch gute 4-5 Wochen und du kommst endlich in mein und unser Leben.

Ich kann dir gar nicht sagen, was das für mich bedeutet. Seit Wochen spüre ich dich jetzt schon in meinem Bauch und auch wenn es manchmal etwas unangenehm ist, lächle ich bei jedem Tritt, den ich von dir spüre. Du bist ein Wunder, ein Wunder, an das ich fast nicht mehr geglaubt habe.

Du bist für mich der Beweis, dass alles in unserem Leben möglich ist, fast egal, ob wir daran glauben oder nicht. Was in unser Leben gehören soll, wird zu uns kommen und nun kommst du!

Ich sehne inzwischen den Tag deiner Geburt herbei, um dich endlich in den Armen zu halten, um dir in deine tiefgründigen Augen zu schauen und endlich jenen Teil in mir leben zu können, den ich bisher versteckt habe bzw. auch nicht leben konnte …. Mutter zu sein.

Auch wenn mir mein Kopf manchmal sagt, dass ich etwas Angst habe, tief in mir habe ich, was dich betrifft ein ganz reines und einfach glückliches Gefühl. Du kommst in mein und unser Leben, um es zu bereichern, um uns die Augen für Dinge zu öffnen, die wir jetzt noch gar nicht sehen (können).

Ich habe dich von dem Moment an geliebt, ab dem ich wusste, dass du auf dem Weg zu mir und uns bist. Und mit jedem Tag wächst meine Liebe zu dir! Ich werde vermutlich Fehler machen, du wirst auch ab und zu mal böse auf mich sein … doch eines ist ganz sicher, ich will immer dein Bestes! Ich möchte, dass du deinen Weg gehst, dass du für dich herausfindest, wer du bist und was dein ganz eigener Weg ist. Ich werde dich immer und in allem unterstützen, auch wenn das manchmal bedeutet, nicht deiner Meinung zu sein 🙂 Du wirst immer frei sein! Ich bin deine Mutter und ich bin gleichzeitig die Person, die dich gehen lässt, wenn es an der Zeit ist!

Du wirst mit einer ganz besonderen und wunderbaren Vision auf diese Welt kommen. Und dich diese erreichen und umzusetzen zu sehen, wird ein ganz großes Glück für mich sein.

Ich habe früher nicht an Wunder geglaubt und ich habe auch nicht geglaubt, dass ich wichtig bin und mich zeigen darf. Jetzt und für dich bin ich der wichtigste Mensch, ich schenke dir das Leben, wie du es mir ganz neu geschenkt und gezeigt hast, indem du in mir heranwächst und bald mit neugierigen Augen die Welt selbst erkundest.

Ich bin dir so unendlich dankbar, dass ich dieses Geschenk durch dich erhalten habe und erleben darf!

In tiefer Liebe und voll Freude gefülltem Herzen

Deine Mama Bettina

Geburtsgeschichte von Tina M.

23.02 07:30 Uhr Samstag Morgen… (Der Geburtstag meiner vor kurzem verstorbenen Mama)

Schwangerschaftswoche 42 (41+0)

Ich werde durch eine doch schon schmerzhafte Wehe geweckt… ich bin hellwach und habe sofort den Gedanken, das ist anders als sonst… Heute geht es bestimmt los.

Wir stehen auf und es beginnt der normale Ablauf des Samstags. Wir machen Frühstück und frühstücken erst mal alle (Mein Mann und unsere Töchter 15&9) ausgiebig.

Die Wehen bleiben, auch die Schmerzintensität bleibt.

Mein Mann plant mit der Jüngsten Fahrrad zu fahren, meine Große will lieber bei mir bleiben. Wir spielen Singstar, ich dachte etwas singen und tanzen ist ganz hilfreich.

Als mein Mann wieder kam habe ich Mittagessen zubereitet. Habe viel das Becken gekreist. Wirklich Hunger hatte ich nicht. Mir war schon seit ein paar Tagen übel, aber nun war es doller und ich entschied mich nur wenig zu essen.

Nach den Essen habe meine kleine Tochter und ich angefangen zu malen. Ein Mandala. Die Wehen sind den ganzen Tag geblieben. Aber ich war immer noch nicht sicher ob es wirklich los geht. Ich hatte ja eine Woche zuvor schon mal einen gut inszenierten Fehlalarm.

Dann bin ich erst mal in die Badewanne gegangen. Das tat sehr gut. Die Wehen blieben.

Am Abend wollte unsere Kleine unbedingt mal wieder Wii spielen, eine Mario Party. Nachdem ich ihr mitteilen musste, dass ich mich nicht mehr stundenlang an den Tisch setzten kann, um Monopoly zu spielen.

So spielten wir dann also Mario Party.

Die Wehen haben in der Zwischenzeit an Kraft zugenommen und waren nun regelmäßig alle 7 Minuten. Vor jedem Minispiel musste ich erst mal eine Wehe veratmen.

Nach dem Spiel so gegen 21:30 Uhr war es noch mal deutlich kraftvoller. Ich kreiste viel und bewegte mich viel. Habe mich eine Zeit lang auf den Gymnastikball gesetzt, aber das ging nicht lange. Kurz nach 22 Uhr ging unsere Kleine ins Bett, die ziemlich schlechte Laune hatte und ich war wirklich froh das es jetzt ruhiger wurde.

Kaum war sie im Bett, verkürzte sich der Abstand der Wehen auf 2-3 Minuten. Wunderwerk Körper dachte ich nur…

Von da an blieben sie allerdings bei 2-3 Minuten und es war doch ziemlich schmerzhaft, trotz das ich mir so oft die Geburt ausmalte, träumte und mir visualisiert hatte das es eine schmerzfreie Geburt wird.

Gegen 23 Uhr hat mein Mann dann meine Hebamme angerufen. Sie machte sich direkt auf den Weg und war gegen 23:30-23:45 Uhr da. Immer noch die selben Abstände und ziemlich starke Wellen

Um 00:30 Uhr fragte mich meine Hebamme ob ich untersucht werden möchte nach dem Muttermundbefund. Ja, wollte ich. Das Ergebnis schockierte mich… Finger durchlässig ? sie bot mir ein Buscopanzäpfchen an und ich fragte sie ängstlich “es geht aber nun schon los, oder?” “Es sieht alles danach aus” war ihre Antwort. Sie fragte dann noch ob ich schon baden war, ob ich nochmal baden wolle. Das war eine gute Idee. So bin ich gegen 1-1:30 Uhr in die Badewanne. Ich konnte mich komplett entspannen, auch wenn sich die Wellen immer wieder unsanft bemerkbar machten. Ich konnte nicht anders, als am Anfang immer zu tönen, konnte dann aber veratmen. Meine Hebamme wechselte sich mit meinem Mann ab. Ich war selig in meiner Wanne. Um kurz vor 3 bemerkte ich das ich allmählich auch leichten Pressdrang bekam. Um halb vier habe ich es endlich aus der Wanne geschafft. Ich wollte nicht angefasst werden und es alleine schaffen, hatte aber andauernd eine neue Wehe. Das nicht angefasst werden wollen, konnte ich nicht mal beschreiben. Weder von meinem Mann noch von meiner Hebamme.

Als ich dann im Wohnzimmer war, kniete ich mich vor die Couch auf das vorbereitete “Lager” die Wellen waren unbeschreiblich stark, dazu mischten sich nun sehr starke Presswehen. Ab und zu überprüfte die Hebamme kurz die Herztöne, alles bestens.

Aber es war gigantisch. Der Körper, das Baby alles ist perfekt. Ich brauchte null Anleitung oder irgendwas. Der Körper schickte alles wie gebraucht. Es gab sehr starke Presswehen, leichtere Presswehen oder zwischendurch musste ich einfach nur veratmen. Ich hatte mir zwar eigentlich nur 3 Presswehen gewünscht ?? aber nun ja… es war alles richtig so wie es war. Mein Kleiner schob seinen Kopf immer nach vorn, bei jeder Welle ein Stück mehr, zog ihn aber auch jedes Mal komplett zurück. Unter der Geburt war es natürlich der Supergau den Kopf immer wieder erneut in den Geburtskanal zu pressen, aber so ist am Ende alles gut gedehnt und geweitet gewesen und ich bin komplett heile geblieben bis auf zwei kleine Abschürfungen an den kleinen Schamlippen.

Tja, und dann war er da, der kleine Schatz um 04:05 bei 41+1

Mit einem Gewicht von 4330 Gramm 51 cm und 37 cm Kopfumfang

Wobei wir uns bis heute fragen wo er sein Gewicht versteckt.

Nun wird er am Sonntag 5 Wochen alt und hat jetzt sein Geburtsgewicht mit 400 Gramm überschritten. Wiegt nun 4700 Gramm.

Es war zwar ziemlich schmerzintensiv, aber es war so unbeschreiblich schön!

Selbstbestimmt, entspannt einfach unbeschreiblich.

Am liebsten hätte ich noch ein Baby, ich bin absolut versöhnt mit den beiden vorherigen Geburten, ich bin stolz auf mich, auf meinen Körper, unendlich dankbar, dass ich das erleben durfte. Das ich spüren durfte, wie kraftvoll ich bin, was für eine Urkraft in jeder Frau steckt. Ich bin sogar soweit zu behaupten, das wir Frauen unumstritten das perfekteste Geschöpf sind. Jeder einzelne Mensch auf dieser Erde wurde durch eine Frau geboren. Wir Frauen dürfen immer mehr in unsere wahre Größe und Kraft kommen! Männer sind auch stark, keine Frage, aber wir Frauen stehen dem in absolut nichts nach.

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